Bergisches Land

Ökumenische Partnerschaft mit Nicaragua und dem Kirchenkreis Wuppertal

Partnerschaftsreise 2017
Im Sommer 2017 besuchte eine Delegation des Kirchenkreises seinen Partner, den evangelischen Kirchenrat CEPAD. Neun Wuppertaler nahmen sich 14 Tage lang Zeit, die Arbeit des Kirchenrates, der Kirchengemeinden in Matagalpa und Projekte der Städtepartnerschaft Wuppertal-Matagalpa kennenzulernen. Die Fotos dieses Infobriefes entstanden während der Reise. Weitere Schwerpunkte des Programmes waren die Kaffeewirtschaft im Norden Nicaraguas und das Schulsystem Nicaraguas.
Der WhatsApp-Newsletter der Reise wurde von zahlreichen Freunden der Partnerschaft genutzt. Inzwischen haben mehrere Informationsveranstaltungen in Wuppertaler Kirchengemeinden stattgefunden.
Spendenbitte
Der Kirchenkreis wird auch 2018 wieder die Entwicklungsarbeit des Kirchenrates CEPAD in den Dörfern südlich von Matagalpa unterstützen. Derzeit fehlen etwa Euro 5.000, um das Dorfentwicklungsprogramm in gleicher Qualität fortführen zu können. Ihre Spende wird helfen.

Projekt 2017 – Bericht
Der Kirchenkreis Wuppertal stellte seinem Partner, dem evangelischen Kirchenrat CEPAD in der Stadt Matagalpa, im Jahr 2017 einen Betrag von Euro 21.000 für seine Projektarbeit zur Verfügung. Diese Summe setzt sich aus Spenden und Kollekten aus dem Jahr 2016 in Höhe von Euro 6.493,33, Kirchensteuermitteln sowie Spenden aus Vorjahren zusammen.
CEPAD arbeitet mit Dorfgemeinschaften in 5-jäh-rigen Entwicklungszyklen. Im Jahr 2017 wurde im dritten Jahr in sieben südlich von Matagalpa nahe beieinander liegenden Ortschaften gearbeitet: Santa Josefina, Las Delicias, Las Mercedes, Ocotal, Ocote Sur, Jucuapa Occidental und El Bijague. Insgesamt wurden durch die Programme 574 Personen gefördert, davon 384 Frauen.
Programmeinheit Nachhaltige kommunale Entwicklung: Die Dorfentwicklungskomitees (Comité de Desarollo Comunal – CDC) setzten Ihre Arbeit fort. Das CDC analysiert die Situation in den Dörfern und ermittelt Prioritäten. Wichtige Aufgaben wurden in Angriff genommen, wie der Bau von Wasserleitungen, die Instandsetzung von Wegen, die Legalisierung der Stromversorgung, der Bau von kommunalen Versammlungshäusern und Gesundheitsposten. Es wurden Personen aus den Dorfgemeinschaften gefördert, sich aktiv an nationalen und kommunalen Wahlprozessen zu beteiligen.
Ernährungssicherung und Ökologie: Die Programmeinheit zielt auf eine ökologisch orientierte Landwirtschaft und effizientere Anbaumethoden. In den Modellbauernhöfen war der nachhaltige Umgang mit den Böden und den Wasserressourcen ein Thema. 100 Bauern wurden geschult, bei ihren angebauten Feldfrüchten auf eine größere Artenvielfalt zu achten. In anderen Schulungen ging es um Umweltmaßnahmen, wie z.B. die Vermeidung von Brandrodungen.
Stärkung der Familie: Diese Programmeinheit zielt auf Stabilisierung der Familien. Einmal werden Maßnahmen durchgeführt, die ein ausreichendes Einkommen ermöglichen sollen. Zum anderen wird Familien in schwierigen Lebenssituationen Begleitung angeboten. Ein Thema in diesem Jahr war das Problem der interfamiliären Gewalt. Dazu gab es unter anderem Fortbildungen zur Rechtslage in Nicaragua.
Für Frauen wurden Schulungen unter anderem zur Herstellung von Marmelade, Backen, Schmuckherstellung und Friseurhandwerk angeboten. Einige der Frauen, die an den Kursen teilgenommen haben, setzen inzwischen ihre Ausbildung in der staatlichen INATEC-Berufsschule fort. Im Programmbereich der Hausgärten wurden unter anderem Schulungen zur Haltbarmachung von Lebensmitteln durch-geführt. 56 Jugendliche erhielten Kurse in der Nutzung von Computern.
Bei der Abschlussfeier der Fortbildungskurse
Die Landbank für Frauen ging ins zweite Jahr Ihres Bestehens. Als gemeinschaftliche Kreditnehmerinnen können die Frauen Kleinkredite für Geschäftsgründungen erhalten wie zum Bespiel einen Krämerladen, eine Schlachterei oder ein Gebäckverkauf. In Schulungen werden die Frauen im Aufbau eines Geschäftes begleitet.
Pastoralarbeit: Ein Schwerpunkt in den Seminaren für Pastoren, Gemeindeleiter, Frauen und Jugendliche war im Jahr 2017 natürlich die Reformation. Im Rahmen des Partnerschaftsbesuches wurde in einem Seminar zu Impulsen der Reformation auf das Bildungswesen gearbeitet.
Investitionen: Insgesamt 18 Familien wurden im Bereich Häuserbau und landwirtschaftliche Produktion unterstützt.
Erfreulich ist, dass die Summe aus Kreditrückflüssen innerhalb der Arbeit von CEPAD-Matagalpa (USD 35.335) wiederum größer war als der Zuschuss aus Wuppertal (USD 22.230).
Durch zusätzliche Mittel aus einer Gemeinde in Seattle (USA) konnten in den Dörfern 48 Wasserfilter sowie 15 Wasserreservoire finanziert werden.
Im aktuellen Jahr 2018 wird der Kirchenkreis Wuppertal die Unterstützung der Projektarbeit in den gleichen Dorfgemeinschaften fortführen.
Der Kirchenrat dankt ausdrücklich auch im Namen der Dorfgemeinschaften dem Kirchenkreis und allen Spendern für die Ermöglichung der vielfältigen Projekte.

Wenn sie die Arbeit von CEPAD
unterstützen wollen, spenden Sie bitte
auf folgendes Konto:
Kirchenkreis Wuppertal
IBAN: DE72 3305 0000 0000 2946 37
Stadtsparkasse Wuppertal
BIC: WUPSDE33
Spendenstichwort: Partnerschaft CEPAD