GMÖ

70 Jahre ÖRK. Save the Date!

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat auf seiner X.Vollversammlung in Busan, Südkorea, eine Einladung zu einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens ausgesprochen, die inzwischen in vielen Zusammenhängen aufgegriffen wird. In den vergangenen 70 Jahren ist immer klarer geworden, dass sich Gerechtigkeit nur im Frieden verwirklicht und Frieden nur in Gerechtigkeit eine Chance hat. Daran wollen wir uns im Rückblick erinnern sowie Geschichten hören und erzählen. Zugleich wollen wir nach vorn schauen und die heute relevanten Fragen anschneiden: Welche Zerreißproben und Spannungen gibt es im Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung? Worin sind wir uns einig? Wie können wir uns in einer komplizierten und schnelllebigen Welt für erfülltes Leben einsetzen? Wie lassen sich Schmerzpunkte in Hoffnungsorte verwandeln? Und welche Spiritualität verbindet uns mit Gott und untereinander?

Das Engagement gegen Rassismus und Apartheit und das Studienprogramm im Ökumenischen Institut in Bossey, die Dekade „Kirchen in Solidarität mit den Frauen 1988-98“ und die Dekade für die Überwindung von Gewalt, die theologische Arbeit von „Glaube und Kirchenverfassung“ und die Arbeit in der Arbeitsgruppe zum Klimawandel sind nur einige Stichworte im vielfältigen Wirken des Ökumenischen Rates der Kirchen. Es gibt viele Initiativen wie z.B. Oikocredit, die aus dem Engagement im Ökumenischen Rat der Kirchen erwachsen sind und heute in vielen Gemeinden und Kirchenkreisen aufgegriffen worden sind. Und auch kritische Fragen müssen gestellt werden: Wie ökumenisch sind wir eigentlich? Gehen wir an die Schmerzgrenze unserer eigenen Begrenzungen oder auch darüber hinaus?

In einem Symposium in Bonn wollen wir am 8. September diese Fragen vertiefend aufgreifen und diskutieren. Am Sonntag, den 9. September wollen wir einen ökumenischen Festgottesdienst feiern.

Gegen Ende des Gottesdienstes werden Pilgernde auf den 3. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit entsendet. Ihr Weg verläuft von Bonn (Klimagipfel 2017) nach Katowice (Klimagipfel 2018), vorbei am gesprengten Dom von Immelrath und dem Rest des Hambacher Forstes.

Eingeladen sind junge und alte Ökumenikerinnen und Ökumeniker, diejenigen, die schon lange dabei sind, und diejenigen, die gerade anfangen (wollen).