Köln Bonn

Was uns leben lässt

Besuch aus Brasilien und dem Kongo im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch

Nachdem im Juni schon Gäste aus dem Kirchenkreis Kaoshiung der Presbyterianischen Kirche in Taiwan zu Besuch in Köln-Rechtsrheinisch waren, waren im September nun acht Delegierte der Ev. Luth.-Kirche aus der Region Buricá im Süden Brasiliens sowie der Superintendent und der Präsident des Partnerschaftskommittees Kalungu nach Köln und in den Rheinisch Bergischen gekommen. Aus Termingründen war es nicht möglich gewesen, alle vier Partner im Reformationsjahr zusammen zu bringen. Aber auch in dieser „kleinen“ Form, war der Besuch ein Erfolg.

Die Beschäftigung mit der Reformationsgeschichte stand auf der Tagesordnung, insbesondere unter dem Gesichtspunkt von Flucht und Migration. Pfr. Dr. Gerhard Wenzel, der als Kirchenhistoriker ein echter Experte auf dem Gebiet ist, konnte zeigen, wie sehr die evangelischen Kirchen seit der Reformationszeit untereinander durch Flucht und Migrationsbewegungen verbunden sind und wie sehr die evangelischen Kirchen in ihrer Entwicklung von Migranten und Geflüchteten profitiert haben. Die Interkulturelle Öffnung unserer Kirche ist so gesehen geradezu eine Notwendigkeit, wenn die Ev. Kirche im Rheinland ihre Geschichte als Reformationskirche fortschreiben will.

Das geistliche Anliegen der Reformation war es, die Quelle zu erschließen, aus der wir leben können: Gottes bedingungslose Zuwendung zu uns. Von daher war es sehr passend, dass in einem Abendsmalsgottesdienst am 18.9. die neue Partnerschaftsvereinbarung durch Superintendent Ndabakenga und Superintendentin Vogel unterschrieben werden konnte, die im letzten Jahr erarbeitet und von den Synoden Köln-Rechtsrheinisch und Kalungu beschlossen worden war.

„Was uns leben lässt“ war auch in entwicklungspolitischer Hinsicht das Thema der Begegnung. Den Anstoß dazu bot die Zusammenarbeit von Brot für die Welt mit der Organisation CAPA, die sich in Südbrasilien für die nachhaltige und ökologische Produktion von Lebensmitteln und eine gesunde Ernährung einsetzt. So standen hier Vorträge zur Entwicklung und aktuellen Herausforderung der bäuerlichen Landwirtschaft auf dem Programm, ein Besuch bei Südwind e.V. und dem Freilichtmuseum in Liblar oder einem Bio-Bauernhof in der Region. Das Bild zeigt die Gäste beim Besuch eines Urban Gardening Projekts in Köln.

 

 

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