Niederrhein Westliches Ruhrgebiet

Eine Brücke zu sicheren Häfen.

Demonstration am 1. September 2018 in Duisburg.

Superintendenten wollen derzeitige Migrations- und Asylpolitik in Europa nicht mehr mittragen.

„Als Christinnen und Christen sind wir erschüttert über die derzeitige Migrations- und Asylpolitik in Europa. Wir können und wollen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrinken und gleichzeitig zivile Seenotrettungsmaßnahmen behindert werden.“

In der Stellungnahme heißt es weiter: „Diese Politik führt auch dazu, dass nur wenige der Überlebenden eine Chance haben, eine neue Heimat zu finden, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Das ist mit unserem Verständnis christlicher Nächstenliebe nicht zu vereinbaren. Deswegen hoffen wir, dass viele Ev. Gemeindeglieder an der friedlichen Demonstration der Bewegung „Seebrücke“ am 1. September in Duisburg teilnehmen, um von der Politik zu fordern, dass weiteres unnötiges Sterben verhindert wird.“

Mit diesem Aufruf richten sich Armin Schneider, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Duisburg, und Wolfram Syben, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Moers auch gegen die Behinderung und Kriminalisierung derjenigen, die Menschen aus Seenot befreien wollen. Schneider und Syben verweisen auf die Erfahrungen von Manfred Rekowski, Präses der Ev. Kirche im Rheinland und Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Ev. Kirche in Deutschland. Er war bereits im Juli auf Malta, um sich ein Bild von der Lage der Seenotrettungsorganisationen und ihrer Mitarbeitenden zu machen, die an ihrem humanitären Einsatz gehindert wurden. Dabei sprach er seine Solidarität mit denen aus, die sich für Flüchtlinge, die um ihr Leben kämpfen, einsetzen. „Mit Rekowski fordern wir, bei den Ursachen von Migration und Flucht anzusetzen, legale und sichere Zugangswege zu eröffnen und ein solidarisches Verteilsystem in Europa einzurichten“, so die beiden Superintendenten.

Die Demonstration  in Duisburg am ersten September beginnt um 17 Uhr am Ludgeriplatz in Neudorf. Sie ist die zentrale Kundgebung im Ruhrgebiet innerhalb der Europaweiten Großaktionen der Bewegung Seebrücke vom 25. August bis 2. September.

Foto: www.seebruecke.org

Text: www.kirche-moers.de/aktuelle-nachrichten

Veranstaltungsinfos:

Wir starten am Ludgeriplatz in Neudorf mit einer Auftaktkundgebung, ziehen durch die Innenstadt zum Innenhafen und schließen mit einer Abschlusskundgebung am Garten der Erinnerung im Innenhafen.