Bergisches Land

Online-Gespräch zum Lieferkettengesetz mit Jürgen Hardt (MdB)

Am 10.08. 2020 haben sich Engagierte aus dem Bergischen Land mit Jürgen Hardt (außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) in einem Online-Treffen zu der Debatte rund um ein Lieferkettengesetz ausgetauscht.

„Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen, und nicht umgekehrt.“ Diesen Anspruch formulierte Angela Merkel im vergangenen Jahr bei der Jubiläumsfeier der Internationalen Arbeitsorganisation. Ein breites Bündnis aus über 100 Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft (www.lieferkettengesetz.de) sieht in einem Lieferkettengesetz, das Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards im Auslandsgeschäft verpflichtet, einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gestaltung von globalen Wirtschaftsbeziehungen. Auch eine wachsende Zahl von Einzelunternehmen unterstützt inzwischen eine gesetzliche Regelung, die gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen würde – perspektivisch auf europäischer Ebene (https://tinyurl.com/qprrfj3).

Die an öffentlicher Bedeutsamkeit gewinnende Debatte, haben die Engagierten zum Anlass genommen, um mit Jürgen Hardt über Inhalte des Gesetzentwurfs und den Prozess dahin, ins Gespräch zu kommen.

Dabei machten die Vertreter*innen des Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ), der Ev. Allianz Wuppertal, der GEPA, des F(l)air-Weltladens Lüttringhausen, des Informationsbüros Nicaragua Wuppertal und des Südwind Instituts e.V. deutlich, dass es gerade jetzt in Zeiten der Corona Krise deutlich wird, wie fragil globale Lieferketten sind und wie bedeutsam die Übernahme globaler Verantwortung ist.

Auch Jürgen Hardt steht einem Lieferkettengesetz offen gegenüber und hält gleiche Wettbewerbsbedingungen für faire Standards für wichtig. Ob das Gesetz jedoch tatsächlich kommen wird, bleibt weiterhin offen. Man kann vorsichtig optimistisch sein, denn noch diesen Sommer soll ein erster Gesetzentwurf vorlegt werden.

Die Beteiligten bedanken sich bei Jürgen Hardt für die Einblicke in die politische Diskussion und freuen sich auf weitere Informationen zu dem weiteren Verlauf der Gesetzesinitiative.