GMÖ

ökofairEKiRche

Wie können ökologische, faire und nachhaltige Aspekte mit kreativen Ideen in die kirchliche Arbeit eingebunden werden? Wie kann man die Gemeinden oder Jugendgruppen ermutigen und ganz praktisch das Einkaufs- und Konsumverhalten verbessern?

„Die öffentliche Diskussion um einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Lebenswandel verlangt von uns Veränderungen! Zum Beispiel in unserer Beziehung zur Natur, in den Produktionsbedingungen, in der Energieerzeugung oder im Konsumverhalten. Um diesen Lebenswandel zu erreichen, ist es nötig umzusteuern!“ Dr. Konstanze Ameskamp und Robert Schlief sind die Klimaschutzmanager der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und betreuen von Altenkirchen (Landjugendakademie), die Menschen, die in der kirchlichen Welt einen entscheidenden und vorbildlichen Beitrag zur Schöpfungsbewahrung leisten und umsteuern wollen.

Von einem zweitägigen Fachseminar in Altenkirchen gingen dazu zahlreiche praktischen Anleitungen und Tipps beispielhaft in Gemeinden und Kommunen, Kirchenkreise und Initiativen der EKiR. Unterstützung und hilfreiche Angebote – etwa das kirchliche Einkaufsportal „wir kaufen anders“ – sind vorhanden und sollen noch bekannter werden.

Gestartet wurde in Altenkirchen (hier kamen knapp 30 Teilnehmende aus vielen Bereichen der rheinischen Kirche, aus Verwaltungsämtern, Küster, Pfarrer, Erzieher, aber auch Presbyteriumsmitglieder und Jugendmitarbeiter zusammen) auch die Initiative „ökofairEKiRche“ zur ökofairen Beschaffung.

Initiatorinnen der Initiative sind das Nachhaltigkeitsmanagement im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) und die Evangelische Landjugendakademie Altenkirchen.

Kirche habe eine Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und die weltweite Einhaltung von Menschenrechten, sagen die drei Arbeitsbereiche der rheinischen Kirche. Das wirke sich u. a. darauf aus, wie Gemeinden und kirchliche Einrichtungen arbeiten und einkaufen. Die drei verweisen darauf, dass die kirchliche Kaufkraft von jährlich mehreren Milliarden Euro durch bewusste Kaufentscheidungen den Klimaschutz stärken und faire Arbeitsbedingungen unterstützen kann. Doch auch in ihrer Arbeit mit Menschen könne Kirche die globalen Auswirkungen eines ökofairen Konsums thematisieren. Bei der Beschaffung von Lebensmitteln – zum Beispiel beim Kaffee – funktioniere dies vielerorts schon recht gut, doch in anderen Bereichen, etwa beim Einkauf von Büromaterialien, Reinigungsmitteln und bei der Mobilität könne Kirche noch besser werden.

Auch wenn es ein paar Anfangsbemühungen braucht: Kirsten Troost-Ashour gab in Altenkirchen hilfreiche Tipps zum Handling der kirchlichen Einkaufsplattform „Wir kaufen anders‘. Bei den hier angebotenen Produkten können sich die Nutzer sicher sein, dass sie alle öko-fair produziert wurden. Mühsame Einzelsuche – im Alltag von Gemeindebüro oder Kindergarten fast nicht zu leisten – entfällt.

Claudio Gnypek (GMÖ Westliches Ruhrgebiet) stellte einzelne kirchliche und kooperative Initiativen (u.a. Weltladen, Faires Jugendhaus, Faire KITA) aber auch die Kampagne für ein „Lieferketten-Gesetz“ vor.

Die Initiative „ökofairEKiRche“ im Internet:

gmoe.ekir.de/fair

 

(Text + Foto: Petra Stroh, Evangelische Kirche Altenkirchen)