Niederrhein

2. Aktionstag am Fliegerhorst in Büchel

Büchel/Rheinland-Pfalz Am 7. Juli trafen sich evangelische und katholische Christeninnen und Christen am Fliegerhorst in Büchel in der Eifel, um gegen die dort wahrscheinlich gelagerten amerikanischen Atomwaffen zu protestieren. Sie forderten die Bundesregierung zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages auf. Insgesamt fanden sich etwa 750 Personen zusammen, die ihrem Protest in bunter Vielfalt Ausdruck verliehen.

Im Gottesdienst am frühen Nachmittag betonte Dr. Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD):  „Im Lukasevangelium steht: „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ Ich wünsche mir das: dass wir endlich ein Ende der Atomwaffen haben. Gerade die Aufkündigung des Atomwaffensperrvertrages ist für uns alle eine Gefährdung. Es könnten dann ja auch aus Büchel Atomwaffen eingesetzt werden. Das wäre unverantwortlich horrend. Ich war einmal in Hiroshima. Wer die Zerstörung der Bombe damals vor Augen hat, kann sich nicht vorstellen, dass diese 20 Bomben, die hier – unbestätigt, aber doch sehr wahrscheinlich – lagern, eine x-fache Kraft der Hiroshima-Bombe von damals haben.“

Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm bedankte sich in einer Grußbotschaft für die Anwesenheit aller und schloss sich den Forderungen nach einem Ende der atomaren Bedrohung an.

Bericht: Ria Makein / Kleve in gekürzter Fassung (www.kirchenkreis-kleve.de/aktuelles). Foto: www.flickr.com/atomwaffenfrei-jetzt

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