Niederrhein

6. Rheinische Friedenskonferenz

Das Schwerpunktthema der offenen Tagung lautete „Was uns schmerzt – Ansatzpunkte für die Bewältigung von Traumata in gesellschaftlichen Konflikten“. Referent war Dipl-Psych. Mark Novy aus Bonn. Auf dem Weg zu einer „Kirche des gerechten Friedens“ wird es Konflikte geben; wir nutzen unsere Streitkultur, um konstruktive Vorschläge zu erörtern und in ihrer Umsetzung dann Friedensprozesse ein Gang zu bringen.

In Arbeitsgruppen wurden die Themen Traumata, Rüstungsexporte und Kraftorte als spirituelle Ressource am Beispiel des Hambacher Waldes, hier mit Martje Mechels, gearbeitet.

Ausblick

Am 23. November 2019 wird der „2. friedensethische Studientag“ zum Thema „Gelingen und Grenzen von Versöhnung“ stattfinden. Dieser Studientag ist ein weiterer Baustein im Konsultationsprozeß des Friedenswortes der Ev. Kirche im Rheinland.

Das Friedenswort der EKiR wird in dritter Auflage nachgedruckt werden.

Wenn es immer wieder neu gilt, die Probleme und Sorgen der Menschen und Völker anzugehen: Dann, Gott, lass uns Menschen unterstützen, die sich in unserem Land und weltweit für Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden einsetzen. (aus: Ökumen. Friedensgebet 2019)

Text: Werner Link, Graphik: Worreingam&Imnanuchet / missio / EMW

Erich Fried: Aufhebung

Sein Unglück ausatmen können
tief ausatmen
so dass man wieder einatmen kann

Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können
in wirklichen Worten

die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch verstehen kann
und die vielleicht sogar irgendwer
sonst versteht
oder verstehen könnte

Und weinen können

Das wäre schon
fast wieder
Glück