Niederrhein

Gemeinsame Fahrt nach Büchel zum 2. Aktionstag gegen Atomwaffen am 7.7.

Gemeinsame Anfahrt vom Niederrhein:

Einstiege in Issum, Moers, Krefeld, Jüchen und Jülich. 15€. Anmeldung: niederrhein@gmoe.de. Infos hier.

Weitere Busse ab Kleve und Aachen.

Der Arbeitskreis „Kirche des gerechten Friedens“, mehrere evangelische Landeskirchen und die katholische Friedensbewegung pax christi, in Kooperation mit ICAN und IPPNW, laden zum 2. Aktionstag für den Abzug und Verbot von Atomwaffen zum Fliegerhorst Büchel/Eifel am Sonntag, 7. Juli ein.

 

Büchel: amerikanische Atombomben auf deutschem Boden

In Büchel (bei Cochem/Mosel) lagern US-amerikanische Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Flugzeugen zu ihren Zielen geflogen werden. Nun sollen sowohl Bomben als auch Bomber modernisiert werden. Dies und die Aufkündigung des INF-Vertrages machen ihren Einsatz wahrscheinlicher. Es droht ein millionenfacher Tod. Erinnert sei an Hiroshima und Nagasaki. Glauben, Gewissen und politische Vernunft sind laut den Veranstaltern des Aktionstages gute Gründe, Massenvernichtungswaffen abzulehnen. Daher laden sie alle Menschen ein, die für den Abzug und Verbot der Atomwaffen sind, vor dem Fliegerhorst öffentlich und gewaltfrei dafür einzutreten und den Umstieg auf eine friedenslogische Außen- und Sicherheitspolitik zu fordern.

Nicht zuletzt aufgrund der jahrelangen Bemühungen der Internationalen Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen (ICAN) haben am 7. Juli 2017 im UN-Hauptquartier 122 Staaten für den Atomwaffen-Verbotsvertrag gestimmt. Dafür erhielt ICAN den Friedensnobelpreis 2017. Auch die Evangelische Kirche im Rheinland – wie auch andere Landeskirchen – engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Atomwaffen. Ebenso fordern der Ökumenische Rat der Kirchen und Papst Franziskus deren Abzug und weltweite Ächtung.

Forderungen der Veranstalter

Trotz klarer Beschlüsse des Deutschen Bundestags und des rheinland-pfälzischen Landtags weigert sich die Bundesregierung bislang, den Abzug der Atomwaffen aus Büchel zu veranlassen. Die Veranstalter fordern, dass die Bundesregierung

  1. den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet,
  2. die „nukleare Teilhabe“ innerhalb der NATO beendet,
  3. für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Europa eintritt,
  4. parlamentarische Initiativen unternimmt, das Atomwaffenverbot im Grundgesetz zu verankern, und
  5. ihre Außen- und Sicherheitspolitik zivil orientiert.

Programm am Aktionstag

  • ab 10 Uhr Anreise und gemeinsames Singen
  • 11 Uhr Eröffnung und Kulturprogramm: Interviews mit regionalen Aktivist*Innen, Kurzansprachen, Lyrik und mit Musik von ROSTLOS
  • 13 Uhr Mittagspause
  • 14 Uhr Ökumenischer Gottesdienst mit Predigt von Dr. Margot Käßmann, Landesbischöfin i.R.
  • 15 Uhr Gemeinsame Symbolhandlung und Verabschiedung
  • ab 15.30 Uhr Heimreise