GMÖ Niederrhein

Krefeld ist „Ein Jahr Fair-Trade-Town“

Einen Kuchen aus fair gehandeltem Marzipan präsentieren zur Jubiläumsfeier Fairtrade-Town Krefeld in fairer Arbeitskleidung Martin Schymainski (Krefeld Pinguine), Oberbürgermeister Frank Meyer und die Steuerungsteam Fairtrade Town mit Christa Redecker, Susanne Brakhane, Ariane Stedtfeld, Darina Finsterer, Philine Barawasser und Janine Dietsch.

Mit einer Abschlussveranstaltung im Rathausfoyer wurde zum Abschluss der Fairen Woche in Krefeld auch das Jubiläum „Ein Jahr Fair-Trade-Town“ gemeinsam gefeiert. Oberbürgermeister Frank Meyer hatte die Akteure eingeladen, um ihnen für den Einsatz zu danken und die Öffentlichkeit erneut auf das Thema aufmerksam zu machen. Eine kleine Ausstellung mit fairen Angeboten bot einen passenden Rahmen dazu. „Das Siegel Fairtrade-Town, das Krefeld nun seit einem Jahr trägt, zeichnet Städte aus, die gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördern: Zugrunde liegt eine Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel stark machen“, so der Oberbürgermeister in seiner Ansprache. Natürlich handelt es sich um ein globales Problem, das nicht eine Stadt allein lösen kann. Sinnvoll sei es aber, im Kleinen anzufangen und die Dinge Schritt für Schritt zum Positiven zu verändern, so Frank Meyer. „Jeder kann etwas tun, Krefeld ist dabei.“

Die Faire Woche stand unter dem Thema Geschlechter-Gerechtigkeit. Dazu hat der Eine Weltladen einen Pop-Up-Store an der Marktstraße für eine Woche bespielt, unter anderem mit Impro-Theater, Filmen, Diskussionen und Vorträgen zu Themen wie Kaffee, Textilien, Rente, Frau und Beruf oder Frauen in der Kirche. Weitere Programmpunkte waren die gemeinschaftliche Reinigungsaktion „Rhine Clean-Up“, ein Vortrag zu Müllvermeidung im Alltag, eine Beratung zu fairer Hochzeitskleidung und eine Führung durch die Äcker der So-La-Wi (Solidarische Landwirtschaft). Zur Feier gab es eine große Torte mit einem Marzipan-Logo (aus fairem Handel), außerdem eine Modenschau mit fairer Arbeitskleidung.

Fairtrade steht für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Die Kampagne „Fairtrade-Town“ bündelt Aktivitäten zum fairen Handel, positioniert die Kommune als sozial verantwortlich und weltoffen, soll das faire Bewusstsein bei den Bürgern schaffen und steht für eine internationale Vernetzung mit über 2000 Fairtrade-Kommunen in 28 Ländern.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken. Text: www.krefeld.de