Niederrhein

Nagasaki-Gedenktag vor dem Atomwaffen-Stützpunkt Büchel

Das Friedensvernetzungstreffen Niederrhein beteiligte sich am 24-Stunden-Dauergottesdienst in Büchel mit dem Programm „Friedensworte, die stärken und ermutigen“. Der Dauergottesdienst fand anlässlich des Bombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 statt. Am Morgen des 9. August 1945 fiel um 11:02 Uhr Ortszeit durch eine Lücke in der Wolkendecke „Fat Man“ – und Nagasaki wurde fast komplett zerstört. Wir gedenken der ca. 70.000 Toten – darunter viele Kinder.

Claudia, Martje, Ria, Margit und Werner (nicht auf dem Foto) am Militärflughafen Büchel

Das Friedensvernetzungstreffen Niederrhein unterstützt damit die Initiative „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“. Deutschland spielt innerhalb der NATO mit einer aktiven nuklearen Teilhabe eine Schlüsselrolle. Wir fordern von der Bundesregierung (1.) den Stopp der nuklearen Aufrüstung, (2.) den Beitritt zum UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag und (3.) den Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel. Die Bundesregierung muss sich – auch im Sicherheitsinteresse Deutschlands – endlich von der Abschreckung und der gefährlichen Eskalationspolitik Trumps lösen. Nur so kann sie glaubwürdig und wirksam
für Abrüstung und Deeskalation eintreten.

Friedensworte, die stärken und ermutigen.

Zur Kampagne „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“

Nach 20-wöchiger Dauer enden die aktuellen Atomwaffen-Proteste am Fliegerhorst Büchel in der Eifel am Freitag um 11.02 Uhr – dem Zeitpunkt des Angriffs auf Nagasaki – mit einer Gedenkveranstaltung. Mehr als 50 Gruppen und 2.700 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter an den 20-wöchigen Protestenaktionen in Büchel. Sie kündigten Aktionen auch für das Jahr 2020 an. Die Initiative unterstrich, sich weiterhin für ein Inkrafttreten des UN-Atomwaffenverbots einzusetzen. Der 2017 verabschiedete Vertrag sei mittlerweile von 70 Staaten unterzeichnet und von 25 Staaten bereits ratifiziert worden.

„Atomwaffen abschaffen: 1948 – 2018. Kirchliche und außerkirchliche Stellungnahmen“, 25 Seiten (pdf). 2018. Die Publikation entstand im Rahmen der GMÖ-Friedensvernetzung am Niederrhein.