Niederrhein

Reformationssynode

Fast 200 Delegierte bei der Reformationssynode in Mönchengladbach-Rheydt: mit ökumenischen Gästen aus Marokko, Namibia, Tansania, Indonesien, Belgien und den Niederlanden.

Sich gegenseitig wahrnehmen, füreinander zu beten, aufeinander zu hören und einander zu helfen sowie die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen für ein gemeinsames Christuszeugnis auf allen Ebenen zu vertiefen, vereinbarten die Delegierten am Ende der Reformationssynode, die vom 1. bis 2. September in der Evangelischen Hauptkirche in Mönchengladbach-Rheydt stattfand. In der Schlusserklärung wurde ebenso festgehalten, die Umkehr zu einem einfachen und verantwortlichen Lebensstil anzustreben und im Bündnis auch mit anderen Organisationen sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

„Was ihnen im Leben und Glauben wichtig und wertvoll ist haben 250 Delegierte aus Marokko, Tansania, Indonesien, Namibia, Belgien, den Niederlanden, der Niederlausitz und den vier Kirchenkreisen Aachen, Jülich, Krefeld-Viersen und Gladbach-Neuss einander berichtet“, sagte die Vorsitzende der Synode Martina Wasserloos-Strunk in ihrer Predigt im Gottesdienst am Ende der Synode.

Die Synode stand unter der Losung „Gottes Wort kehr nicht wieder leer zu ihm zurück“. Alle Delegierten hatten bereits im Vorfeld der Synode Statements zu der Losung abgeben. Sie äußerten darin ihre Sorge über die zunehmende Gewalt der Menschen untereinander, die Ausbeutung der Natur und die wachsende Armut in ihren jeweiligen Ländern. Die überall wachsende Säkularisierung und die starke Ausrichtung auf materielle Werte wurden als Gründe benannt.

Prof. Dr. mult. René Krüger aus Argentinien ermutigte in seinem Hauptvortrag zu einer freien und bewussten Entscheidung für den Glauben und zur aktiven Teilnahme am Leben der Gemeinde. „Das nicht leer zurückkommende Wort durchdringt die Bibel, erfüllt das Leben der Gläubigen, hat in der Kirchengeschichte immer wieder zu bestimmten Krisenzeiten zu neuen Durchbrüchen geholfen, hilft uns, kritisch zu bleiben und uns nicht durch den Zeitgeist und die Modetrends vereinnahmen zu lassen.“

Die Synode hat deutlich gemacht, dass der internationale Austausch für alle Beteiligten hilfreich und wichtig ist und das nicht nur im Jahr des Reformationsjubiläums. Die Delegierten werden die Schlusserklärung mit in ihre Heimatkirchen und Kirchenkreise nehmen und dort über die Umsetzung der Vereinbarungen weiter beraten.

Text und Bild: Ute Dornbach-Nensel, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Gladbach-Neuss