OEKT

Veranstaltung für den Ökumenischen Kirchentag 2021 – Zentrum junge Menschen:

Antirassitisch handeln – wie geht das?

Ein Gespräch mit Sarah-Lee Heinrich, Ali Can, Khaoula Bouaouda und mit euch

Rassismus ist in der Gesellschaft, in den Medien und im Alltag sichtbarer denn je. Doch wie gehen wir als Christ*innen, als Jugendverbände und als Gesellschaft damit um? Was können wir tun, um persönlich Haltung zu zeigen und auch unser Umfeld zu verändern? Den Auftrag des Leitwortes „Schaut hin“ wollen wir ernstnehmen. Hierzu sprechen wir mit dem Sozialaktivisten und Autor Ali Can (27), der die „Hotline für besorgte Bürger“ initiierte, mit Khaoula Bouaouda, die als Vorsitzende  der Muslimischen Jugend im Verband klare kante gegen Rassimus zeigt und mit Sarah-Lee Heinrich, die im Bundesvorstand der Grünen Jugend die Themen Antirassismus, Soziales und Feminismus in ihrem Engagement vereint.

Gemeinsam mit euch wollen wir darauf schauen, wie sich Rassimus auch strukturell ausdrückt und darüber diskutieren, wie antirassistisches Engagement praktisch funktioniert egal ob im Parlament, auf der Straße oder im Alltag der Jugendarbeit.

Gäste:

  • Ali Can (Sozialaktivist und Autor)
  • Khaoula Bouaouda (Muslimischen Jugend Deutschlands)
  • Sarah-Lee Heinrich (Grüne Jugend)

Dauer: 90 minuten

Zunächst bringen wir unsere Gäste in ein Gespräch miteinander. Dabei soll der Blickwinkel darauf liegen, wie antirassistische Arbeit aussehen kann. Gezielt soll auf die Felder – Rassismus im Parlentarismus/politischen Institutionen; Alltags- und gesamtgesellschaftlicher Rassimsus sowie persönlichem Rassismus und Rassismus in der Jugend(verbands)arbeit – geschaut werden. Unser Ziel ist es im Laufe der Veranstaltung von einem Gespräch auf dem Podium hin zu einem Gespräch unter allen Anwesenden zu kommen. Hierzu werden wir Dialogimpulse setzten. Anwält*innen des Publikums werden die Wortbeiträge einholen.

Ein wesentliches Prinzip zur Veränderung ist das Prinzip sehen – urteilen – handeln. Gerade beim Rassismus geht es auch darum eine Sensibilisierung und Bewusstmachung zu erreichen. Das Hinschauen zu dem uns das Leitwort des Kirchentages auffordert ist also zentraler Aspekt bei der Entwicklung einer antirassistischen Haltung und der Fähigkeit antirassistisch zu handeln. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das Podium mit BPoC zu besetzen damit das Hinschauen und das Hinhören gelingen kann und wir in einen intensiven Dialog gelangen der die Lebenswirklichkeit von (jungen) Menschen mit Rassismuserfahrung ins Zentrum rückt.

Die Veranstaltung wird von zwei Personen moderiert. Wir halten es für sinnvoll Moderator*innen anzufragen, die inhaltlich mit dem Thema und mit dem Kontext Kirchentag vertraut sind. Bereits zugesagt hat Sarah Vecera. Sie ist Bildungskoordinatorin bei der Vereinten Evangelischen Mission und arbeitet zu den Themen Rassismus und interkulturelle Jugendarbeit.

Beispiele aus unserer Arbeit:

RIO / GMÖ / Evangelische Jugend

Der internationale und ökumenische Austausch hat in der Evangelischen Jugend eine lange Tradition. So kamen im Rahmen der internationalen Begegnung „Partners in Peace“ 2018 junge Erwachsene aus den USA (Native Americans und Weiße),  Namibia und Deutschland für zwei Wochen zusammen, um gemeinsam am Thema Flucht und Migration zu arbeiten.

WeltBlick - Duisburg diskutiert
WeltBlick – Duisburg diskutiert

Ein Format, um aktuelle Themen zu diskutieren ist die Veranstaltungsreihe „WeltBlick – Duisburg diskutiert“.  Dabei sprechen Fachleute untereinander und mit dem Publikum gemeinsam über Themen wie Seenotrettung (Mai 2019) oder Freiwilligendienste im Ausland (Nov. 2019). Weitere Infos dazu: https://weltblick-duisburg.de/

Mit Ali Can sprachen wir im Rahmen des Podcasts Fokus Globus über sein Buch „Mehr als eine Heimat“:

BDKJ Diözesanverband Köln

Aus ihrem christlichen Selbstverständnis heraus ist das Engagement gegen Rechtsextremismus ein elementarer Bestandteil der katholischen Jugendverbände und somit auch des Dachverbandes, dem BDKJ. Das äußert sich in der Teilnahme an Demonstrationen, an der Organisation von Veranstaltungen, wie aktuell digitale Formate, der Planung von Kampagnen und demokratisch gefassten Beschlüssen.

Insbesondere die Kampagne Zukunftszeit hat eine große Öffentlichkeit erreicht. So hat der BDKJ einmal mehr gezeigt hat, welchen Stellenwert das Thema hat. Corona bedingt haben in den letzten Monaten mehrere Online Seminare zum Thema Rechtsextremismus, z.B. „Rechte Szene in NRW“ stattgefunden, an denen viele Personen teilgenommen haben. Darüber hinaus organisiert der BDKJ immer wieder Talkformate, sei es als Kneipentalk, Liveübertragungen oder klassischer Podiumsdiskussionen. Auch hier spielt das Thema Rechtsextremismus eine wichtige Rolle.