GMÖ Westliches Ruhrgebiet

Symposion Streitfall Sonderfonds

Einer der heftigsten Konflikte in der Geschichte der Evangelischen Kirche im Rheinland nach 1945 war der Streit um den Sonderfonds des Anti-Rassismus-Programms des Ökumenischen Rates der Kirchen in den 1970er- und 1980er- Jahren. Aus dem Sonderfonds wurden u.a. die Befreiungsbewegungen in Südafrika (ANC) und Namibia (SWAPO) finanziell unterstützt.

Beschlüsse von Kirchengemeinden und Kreissynoden wurden von Kirchenleitung und Landessynode aufgehoben. Theologisch wurde um die Frage der Anwendung
von Gewalt gerungen. Im Mittelpunkt stand der Konflikt, ob Zuwendungen an den Sonderfonds aus Kirchensteuermitteln zulässig seien. Denn der Sonderfonds unterstützte unter anderem die Befreiungsbewegungen ANC und SWAPO, die die Anwendung von Gewalt nicht ausschlossen. Der
Boykottaufruf „Kauft keine Früchte der Apartheid“ aus der Evangelischen Frauenarbeit war umstritten, hat aber eine große Wirkung an der Basis entfaltet.
Das Symposion beleuchtet mit kirchengeschichtlichen Beiträgen, Zeitzeugenberichten, juristischen und theologischen Fragestellungen den damaligen Konflikt.
Die Perspektiven aus dem südlichen Afrika und dem Ökumenischen Rat der Kirchen sind für die Aufarbeitung unverzichtbar.
Was kann die Kirche aus den damaligen Auseinandersetzungen lernen? Wie geht die Kirche heute mit anderen Streitfällen um?
Das Symposion findet im Rahmen eines Forschungsprozesses statt, den die Evangelische Kirche im Rheinland anlässlich des Gedenkens an den Genozid in Namibia 2004 initiiert und auf der Landessynode 2016 zur Weiterarbeit empfohlen hat.

13. – 14. September 2019

Programmflyer:

Flyer-Streitfall-Sonderfonds.pdf

Veranstaltungsort:
Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51 – 53
51429 Bergisch Gladbach Bensberg

Wegbeschreibung:
https://tagen.erzbistumkoeln.de/ksh/kontakt/anfahrt/

Tagungsbeitrag:
80 Euro

Anmeldung:
Evangelische Kirche im Rheinland,
Hans-Böckler-Str. 7, 40476 Düsseldorf,
Sabine Benk, sabine.benk@ekir.de

Anmeldeschluss: 15.7.2019

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Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Eine Ermäßigung ist auf Anfrage möglich.

Veranstalter:

EKiR, GMÖ, VEM und Ev. Kirchenkreis Oberhausen